Ghana
| Die Western Region
Wie auch in den anderen südlich gelegenen Regionen Ghanas,
findet man auch in der Western Region wunderschöne Strände
und Badeorte. Zudem herrscht hier ein tropisches Klima, das über
das ganze Jahr hinaus ein Wetter mit gemäßigten Temperaturen
ermöglicht. Im Norden und Osten von Western liegen die Regionen
Bring Ahafo, Ashanti sowie Central. Im Westen hingegen trifft
man auf die Grenze der Elfenbeinküste.
Die Spuren aus der britischen Kolonialzeit sind in der Western
Region immer noch an den zahlreichen Festungen und Gebäuden
erkennbar. Man begegnet hier häufig so genannten Handels-Festungen,
die von den Europäern überwiegend zum Sklavenhandel
genutzt wurden. Dazu zählen unter anderem das Fort Metal
Cross, das St. Anthonio und das Apollonia. Für deutsche Touristen
ist besonders die Friedrichsburg bei Princess Town interessant.
Sie liegt etwa 5 km östlich von Fort St. Antonio und wurde
im Jahre 1683 von den Brandenburgern erbaut. Bei Streitigkeiten
zwischen den europäischen Koloniemächten wechselte die
Anlage jedoch mehrmals den Besitzer. Sie gelang zuletzt im Jahre
1725 in Niederländische Hände und wurde daraufhin in
Hollandia umbenannt.
Die Ureinwohner der westlichen Region gehören größtenteils
dem Stamm der Akan an, die verschiedene Dialekte wie Wassa, Ahanta,
und Sefwi sprechen. Unter ihnen findet man Anhänger des Christentums,
des Islam sowie des Totemismus. Dabei glauben die Menschen an
eine verwandtschaftliche Beziehung zu Totems wie Tieren, Gegenständen
und Erscheinungen und bitten in diesem Rahmen ihre Urahnen um
Schutz und Hilfe.
Die Einwohner in der Region sind hauptsächlich mit der Landwirtschaft,
der Fischerei, dem Bergbau sowie dem verarbeitenden Gewerbe beschäftigt.
Dabei werden überwiegend Produkte wie Kakao, Kautschuk, Holz,
Gold, Mangan und Kaffee exportiert.
Eines
der Merkmale von Western sind die besonderen Dörfer, welche
90 km westlich von Takoradi gelegen sind. Hier haben die Menschen
ihre Häuser in Mitten des Sees Tadane auf Stelzen erbaut.
Ihr traditionelles Dorfleben haben sie an die wässrigen Bedingungen
angepasst. Sie ernähren sich hauptsächlich von der Fischerei
und den Einnahmen aus dem Handel mit den Touristen. Dabei werden
die Besucher zunächst zu einem Spaziergang durch das Schilf
am Rande des Sees eingeladen und anschließend durch das
Dorf geführt. Diese Prozedur findet an allen Tagen außer
Donnerstag statt, da dieser bei den Einheimischen ein heiliger
Tag ist. In unmittelbarer Nähe des Dorfes gibt es zudem ein
besonderes Spektakel, das immer wieder zahlreiche Touristen anzieht.
Am Akatekyi Krokodil Teich werden nämlich Krokodile mit lebenden
Hühnern angelockt. Für das einmalige Erlebnis, die noch
letzten überlebenden der Archosaurier-Gruppe hautnah zu erleben,
bedanken sich die Zuschauer bei den Mutigen Herren anschließend
mit kleinen Spenden.
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