Ghana
| Die Northern Region
Die Northern Region ist eines der zehnten administrativen Regionen
in Ghana und liegt auf dem nullten Längengrad der Westafrikanischen
Küste. Sie ist flächenmäßig das größte
Gebiet in Ghana und in insgesamt 18 Distrikte aufgeteilt. Die
Northern Region unterschiedet sich in vielerlei Hinsicht vom Süden
des Landes. Auffällig sind die Gegensätze besonders
in der Religionszugehörigkeit, der Sprache, dem Klima und
sogar in der Kultur.
In der Hauptstadt Tamale leben laut einer Berechnung aus dem
Jahre 2010 rund 470.000 Menschen. 80 % der Einwohner gehören
dem Stamm der Dagomba an, die in Ghana zu den größten
Stämmen gehören. Die Gesamtbevölkerung in Tamale
gehört zu 82 % der Religion des Islam an. In dieser Region
wurde in den letzten Jahrzehnten ernsthafte Investitionen in die
Bildung getätigt. So verfügt Tamale heute über
eine Technische Universität, sowie einer Universität
für Entwicklungsstudien. Ferner bestehen Kooperationen mit
internationalen Hochschulen. Die United States Agency for International
Developement (USAID) beispielsweise betreibt hier ein repräsentatives
Büro. Tamale war 2008 Austragungsort des Afrika Cup und beherbergte
während des Turniers in ihrem Stadion insgesamt 21.107 Fußballfans.
Charakteristisch für die Northern Region ist die unberührte
Natur. Ein Besuch im Mole Nationalpark verspricht
den Touristen immer wieder einzigartige Erlebnisse und Erinnerungen.
Die Anlage ist mit ihrer Größe von rund 2500 km²
der zweigrößte Nationalpark von Ghana. Obwohl im Vergleich
zu anderen Regionen des Landes Northern schlechter abschneidet,
sind die Besucherzahlen im Mole konstant hoch. Die Touristen machen
sich in Geländewagen von ihrer Hotelanlage aus auf den Weg
in die Foto-Safari und begegnen auf der Fahrt nicht selten wilden
Tieren wie Antilopen und Elefanten.
Aus kultureller und Sicht sind für Besucher auch die historischen
Moscheen sehr interessant. Die Larabanga Moschee beispielsweise
hat eine Geschichte von mehr als 700 Jahren zu erzählen.
Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und in sudanesischen Stil
errichtet. Die älteste Moschee von Ghana besitzt auch eine
sehr alte Version des Korans, dem heiligen Buch der Muslime. Für
deutsche Touristen könnte die weiterhin gut erhaltene deutsche
Kolonialarchitektur in der Stadt Yendi verblüffen. Am Ende
des 19. Jahrhunderts fiel Yendi nämlich in deutsche Hände
und wurde ein Teil der deutschen Kolonie Togoland, das die Gebiete
im heutigen Togo und Ost-Ghana umfasste.
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