Ghana
| Die Nationalparks
Ghana verfügt über zahlreiche
Nationalparks, die über das ganze Land verteilt liegen.
Sie unterscheiden sich in ihrer Größe und teilweise
auch darin lebenden Tieren deutlich voneinander. Die Nationalparks
aber auch Reservate zählen zu den wichtigsten Gründen,
warum die Touristen nach Ghana kommen. Sehr beliebt ist beispielsweise
der Kakum-Nationalpark in der Zentralen Region. Hier begegnet
man ausschließlich tropischem Regenwald. Darin befinden
sich die für das Kakum Nationalpark charakteristischen und
afrikaweit einzigartigen Baumwipfeln. Zwischen den einzelnen Baumwipfeln
können die Touristen Dank der Hängebrücken durch
den Regenwald wandern. Hierzu wurden die Wildhüterinnen und
Wildhüter als kompetente Reiseleiter speziell ausgebildet.
Sie führen die Gäste an tropischen Pflanzen vorbei und
können ihnen unter anderem die medizinische Wirkung der einzelnen
Pflanzen erklären. Darüber hinaus ist es möglich,
mehrere wilde Tierarten zu Gesicht zu bekommen. Mit ein wenig
Glück begegnet man im Kakum Nationalpark Waldelefanten,
Zibetkatzen, Monameerkatzen und Waldbüffel. Die Beobachtung
der Tiere ist jedoch äußerst schwierig, da der Regenwald
sehr dicht ist. Daher plant das Ministerium für Tourismus,
Lichtungen und Wasserlöcher für eine bessere Sicht anzulegen.
Einen derartigen Rundgang wie im Kakum Nationalpark gibt es in
Afrika nur noch vier Mal. Es lohnt sich also, daran teilzunehmen.
Wer sich mehr für wilde Tiere interessiert, sollte den Wildtierreservaten
von Ghana einen Besuch abstatten. Durch die Einnahmen aus dem
Tourismusverkehr konnte die Jagd auf die Tiere gestoppt werden.
Mittlerweile ist es in den Boufoum sowie Owabi Reservaten komplett
verboten, Tiere zu jagen. Alle anderen Reservate dienen jedoch
unter anderem zur Lieferung von Wildtierfleisch an einheimische
Völksstämme. Daher ist man darum bemüht den Bestand
der Tiere zu erhöhen.
Aber auch der Regenwald ist in Ghana gefährdet. So wurden
spezielle Forstreservate eingerichtet, in denen die Rodung der
Bäume strikt verboten ist. Die Reservate werden auch zu Forschungszwecken
genutzt. Man möchte nämlich die nachhaltige Forstwirtschaft
erlernen, um vom Holz der Regenwälder zu profitieren, ohne
sie jedoch komplett zerstören zu müssen.
Nördlich von Accra befindet sich in den Akuakim Bergen zusätzlich
zu den bereits erwähnten Nationalparks auch ein Botanischer
Garten. Dieser wurde Ende des 19. Jahrhunderts von den Briten
angelegt. Mittlerweile wachsen hier tropische Pflanzen, die es
in Ghana jedoch vor der britischen Kolonialherrschaft nicht gab.
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