Ghana
| Die Eastern Region
In der Eastern Region trifft man auf eine Gegend mit einer Mischung
aus spannender Landschaft, traditioneller Kultur und historischen
Reliquien. Hier befinden sich der weltweit größte künstliche
See Volta sowie das Wasserkraftwerk am Akosombo Damm. Beide Sehenswürdigkeiten
werden von Touristen gerne als Ausflugsziele eingeplant. Der
Reichtum an Fischen im Volta See bringt zudem immer wieder zahlreiche
Sportfischer auf ihren Geschmack. Empfehlenswert ist aber auch,
an einem Wochenende vom Akosombo Damm aus mit einem Boot zur Dodi
Insel zu fahren. Bei der rund zweistündigen Fahrt vertreibt
man sich die Zeit beim Beobachten der abwechslungsreichen und
malerischen Landschaften.
Charakteristisch für die Eastern Region sind aber auch die
großen Gebiete mit ihren tropischen Wäldern und Wasserfällen.
In den markanten Landschaften mit den Bergen und der Krobo Akwapim
Hügelkette im Hintergrund werden oft Wanderungen unternommen.
Eine Besonderheit, die weltweit Ihresgleichen sucht, hat die rund
23.000 Einwohner große Stadt Akwatia zu bieten. Hier befindet
sich nämlich Ghanas einzige Diamantenmine. In den Birimian
Gebirgen wurden bereits mehr als 100 Mio. Karat Diamanten geborgen,
und das in Industriequalität. In unmittelbarer Nähe
des Birim Flusses wurden mittlerweile weitere große Ressourcen
gefunden.
Die Stadt Mampong-Akwapim gilt als die Geburtsstadt der Kakaoindustrie
in Ghana. Etwa 45 km entfernt befindet sich auch das Kakao Research
Institut in New Tafo. Interessenten
ist es hier erlaubt, dem Institut einen Besuch abzustatten und
die Abläufe bei der Verarbeitung der Kakaopflanze zu verfolgen.
90 % der weltweit vorhandenen Kakaobohnen werden in lediglich
zehn Ländern hergestellt. Ghana gehört dabei nach Indonesien
zur Nummer zwei und exportiert etwa 380.000 Tonnen jährlich
ins Ausland.
Die Hauptstadt der Eastern Region ist Koforidua. Bei der letzten
Volkszählung im Jahre 2000 kam man auf etwa 87.000 Einwohner.
Einer Berechnung vom Jahre 2006 zufolge müssten hier jedoch
mittlerweile rund 98.000 Menschen leben. Die noch relativ junge
Stadt wurde 1875 von Flüchtlingen aus der Ashanti Region
gegründet. Auch hier werden die meisten Einnahmen beim Anbau
von Kakao erwirtschaftet. Darüberhinaus beschäftigen
sich die Menschen mit der Produktion von Palmenöl sowie dem
Anbau von Weizen und Kassava. Kassava ist eine regional vorkommende
Pflanzenart, bei der hauptsächlich aus der manchmal bis zu
15 Kg schweren Knolle Nahrungsmittel hergestellt werden.
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